300 Euro statt Steuererklärung

Die Meldung geisterte schon im April, im Vorfeld der Wahl durch die Medienwelt – unter anderem bei der Süddeutschen. Die SPD versprach damals jedem jährlich 300 Euro zu überweisen, der beim Finanzamt meldet, dass er auf seine Steuererklärung verzichten wird.

Diejenigen, die mit weniger oder mit um die 300 Euro Steuerrückerstattung rechnen würden, hätten also eine Möglichkeit sich den Aufwand einer Steuererklärung zu sparen. Die Finanzbürokratie könnte zu einem Teil entlastet werden.

Mal unabhängig davon, wie wenige Menschen davon tatsächlich hätten profitieren können: Die Idee eines Grundeinkommens steckt da teilweise mit drinnen. Das Konzept entspräche dabei zwar eher der negativen Einkommenssteuer.

Aber wäre das Konzept nicht eine Möglichkeit schrittweise ein Grundeinkommen einzuführen? Vorstellbar wäre, den Betrag der 300 Euro jährlich zu erhöhen. Immer mehr Menschen könnten von Direktüberweisungen profitieren. Der Staat könnte erstmal sogar sparen, da gerade bei minimalen Steuerrückerstattungen die bürokratischen Kosten höher sind als die Beträge, die am Ende ausgezahlt werden.

Damit wäre zwar noch kein Grundeinkommen da, aber vielleicht führt der Weg zum Grundeinkommen ja über irgendeine Art von negativer Einkommenssteuer.

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